Unser Gottesdienst-Konzept
Gemeinschaft der Christen
Der Gottesdienst ist die Versammlung von Menschen, in der das Wort Gottes in Schriftlesung, Predigt und Abendmahl verkündigt wird und die Gemeinde in Gebeten, Liedern und Bekenntnissen antwortet.
Jeder Gottesdienst lädt dazu ein, in der Gemeinschaft der Christen zu feiern, dass Gott diese Welt geschaffen hat und sie nicht sich selbst überlässt. Er ist der Ort, an dem Menschen Geborgenheit finden, wo Freude und Dankbarkeit ebenso ihren Ort haben wie Klage und Verzweiflung. Der Gottesdienst bietet die Möglichkeit, Gefühlen Raum zu geben, sie einzuordnen. Biblische Lesungen, Lieder und Gebete besitzen eine deutende Kraft, die über den Gottesdienst hinauswirkt. In der Predigt wird nach der Botschaft Gottes für mich gefragt und dargelegt, dass für den Glauben vernünftige Gründe sprechen.
Dieses Ideal mag sich nicht in jedem Gottesdienst bieten. Nicht immer werden meine Fragen beantwortet, meine Ängste beseitigt. Es gibt langweilige Predigten und Gebete, in denen ich mich nicht wiederfinde, die in einer Sprache formuliert sind, die mir fremd (geworden) ist. Und ich treffe auf Menschen, bei denen man nicht spürt, dass ihr Glaube für ihr Handeln, für ihr Verhalten im Alltag, irgendwelche Konsequenzen hat. Und doch ist der Gottesdienst einer der wenigen Räume, wenn nicht der einzige, in dem ich höre, was ich mir selbst nicht sagen kann: dass ich ein von Gott gewollter und geliebter Mensch bin – einzigartig, unverwechselbar, wertvoll. Der Gottesdienst – Zeit für mich, Zeit, die Seele baumeln zu lassen.
Abendmahl im Gottesdienst
Immer am ersten Sonntag im Monat feiern wir in unserer Kirchengemeinde Abendmahl im Gottesdienst.
Seit den Anfängen wird im Christentum das Abendmahl gefeiert. Es erinnert an Jesu letztes Mahl mit seinen Jüngern, bei dem Brot gegessen und Wein getrunken wurde.
Das Abendmahl wird in den Kirchen als Sakrament gefeiert und als Höhepunkt christlichen Lebens bezeichnet, als die zentrale Feier schlechthin, in der Hoffnung und Freude sowie die Gemeinschaft der Menschen mit Gott und der Menschen untereinander zum Ausdruck kommen. Für viele Christen ist das Abendmahl zu einem Bestandteil ihrer Frömmigkeit geworden, weil sie darin auch Vergebung der Sünden und den Zuspruch Gottes erfahren.
Das Abendmahlsverständnis der evangelischen Kirche hat sich in der Auseinandersetzung Martin Luthers mit seiner katholischen Kirche entwickelt. Gott handelt am Menschen und nicht der Mensch vor Gott. Was im Abendmahl geschieht, spricht den Menschen mit all seinen Sinnen an, doch lässt sich nicht alles mit letzter Genauigkeit erklären. Strittig war und ist die Frage, wie es denn zu verstehen ist, dass Jesus in seinen Stiftungsworten Leib und Blut mit Brot und Wein gleichsetzt. In der Alten Kirche hatten die Menschen damit keine Verständnisprobleme, denn im antiken Denken wurde nicht zwischen Symbol und Wirklichkeit unterschieden. Zudem kennt das Aramäische, die Sprache Jesu, keine Hilfszeitworte. Wie sollte man also „das mein Leib“ übersetzen? Entweder: Das ist mein Leib. Oder: Das bedeutet mein Leib. Nach katholischer Lehre werden Brot und Wein in Leib und Blut Christi verwandelt (Transsubstantiation, lat.: Wesensverwandlung).
Nach lutherischer Auffassung ist Christus in Brot und Wein körperlich zugegen (Realpräsenz), während nach reformiertem Verständnis das Abendmahl lediglich als Zeichen (Symbol) der Gegenwart Gottes zu sehen ist Wenn es heißt, dass Gott den Menschen im Abendmahl durch Brot und Wein in Leib und Blut Jesu Christi begegnet, dann meint dies:
- Gott kommt ihnen näher als diese sich selbst nahe zu sein vermögen.
- Gemeinschaft mit Gott ist nicht nur eine Denkerfahrung, sondern bezieht sich auf Leib und Seele.
- Mit dem Abendmahl bekommen Menschen neue Kraft für ihr Leben.
Trotz vieler Übereinstimmungen in Lehre und Praxis des Abendmahls feiern die Kirchen es nicht gemeinsam.
Zur Praxis der evangelischen Kirchen, alle Getauften einzuladen, gibt es in der römisch-katholischen Kirche sowie in den orthodoxen Kirchen keine Entsprechung.
Zur Praxis der evangelischen Kirchen, alle Getauften einzuladen, gibt es in der römisch-katholischen Kirche sowie in den orthodoxen Kirchen keine Entsprechung.
Unsere Gottesdienstformen
Gottesdienste in der Kirche
Gottesdienste in der Kirche finden in der Regel am Sonntag ab 10 Uhr statt. An jedem 1. Sonntag im Monat feiern wir ihn mit einem Abendmahl. Unsere Kirche finden Sie in der Sinsheimer Str. 15.
KiK (Kinder in der Kirche)
Kinder in der Kirche findet jeden Sonntag mit Ausnahme der Ferien im evangelischen Gemeindehaus (Hauptstraße 99) statt.
WALDGOTTESDIENSTE
Waldgottesdienste finden ab dem ersten Sonntag nach Pfingsten bis Ende August am Nußlocher Waldgottesdienstplatz statt. Dieser liegt an der Straße Richtung Maisbach gegenüber dem Brunnenfeld.
Die Atempause

AtemPause – der Gottesdienst für dich!
Ungefähr viermal im Jahr feiern wir den „Atem-Pause“-Gottesdienst. Er findet in der ev. Kirche Nußloch statt. Die AtemPause ist ein Gottesdienst mit neuen Liedern, guten Worten, netten Menschen und viel Zeit für Gott und das Leben sein. Ab 17:40 Uhr öffnen wir die Kirche und du kannst bei Kerzenschein und Stille ankommen. Um 18:00 Uhr startet dann der Gottesdienst. Die Orgel darf sich einmal ausruhen – wir werden beim Singen von Gitarre und Flöte begleitet. Im Anschluss können wir bei Getränken und „Knabberei“ noch etwas plaudern. Neugierig geworden und Lust bekommen? Dann komm einfach vorbei.
Ökumenischer Kerwe Gottesdienst
Der ökumenische Kerwe Gottesdienst findet um 10.00 Uhr bei schönem Wetter auf dem Platz vor dem Rathaus statt. Bei schlechtem Wetter findet der Gottesdienst in der Evangelische Kirche, Sinsheimer Str. 15 statt, siehe besondere Einladung.
Ökumenische Andacht am Mahnmal
In jedem Jahr gibt es am 09. November eine Gedenkfeier, entweder in einer der beiden Kirchen oder am Mahnmal im Nepomuk Park, Hauptstraße/ Ecke Burgstraße. Siehe besondere Einladung.
