Frauenfrühstück

Das Ökumenische Frauenfrühstück bietet Frauen aller Generationen einen offenen Raum für Begegnung, Austausch und Inspiration. Bei einem liebevoll vorbereiteten Frühstück und einem thematischen Vortrag zu Lebens- und Glaubensfragen entsteht Gemeinschaft über Konfessionsgrenzen hinweg.

Das nächste Ökumenische Frauenfrühstück findet am 21.11.26 um 9:30 Uhr im evangelischen Gemeindezentrum statt. Pfarrerin Henriette Freidhof hält einen Vortrag über das Thema Freundschaft.

Bericht vom ökumenischen Frauenfrühstück 14.03.26 im katholischen Gemeindezentrum:

Thema: Frauen um Dietrich Bonhoeffer (1906 – 1945)
Im Saal des katholischen Gemeindezentrums fand am Samstag, 14.03.2026 das
24. Ökumenische Frauenfrühstück mit der Dozentin Frau Dipl. Religionspädagogin Frau Dr. Adelheid von Hauff, die schon das zweite Mal in Sandhausen referierte, statt.
Über 70 Frauen waren gekommen, die Geschichten über die Frauen um Dietrich Bonhoeffer zu hören, gemütlich von dem reichhaltigen Frühstücksbuffet zu essen und sich gut zu unterhalten.
 
Zur Einleitung des Vortrages wurde das wohl bekannteste Lied von Dietrich Bonhoeffer
„Von guten Mächten“ von den Anwesenden gesungen, begleitet von Christine Ebbinghaus am Flügel.
   
Frau Dr. Adelheid von Hauff begann ihren Vortrag mit einem Zitat:
„Was hältst Du eigentlich von der Rolle der Frau in öffentlichen Angelegenheiten?“, fragt Emmi Bonhoeffer (1905-1991), die Schwägerin von Dietrich Bonhoeffer, ihren Schwiegervater. 
Karl Bonhoeffer antwortet: „O, sehr viel. Aber am besten immer über den Mann.“
Das Frauenbild des Vaters findet sich auch in Texten Dietrich Bonhoeffers. Es spiegelt aber keinesfalls die Frauen, die seinen Weg säumten. Sie waren gebildete selbstbewusste Frauen, die mit ihrer Eheschließung auf eine eigene Berufsausübung verzichteten, selbstverständlich ihre Rollen als Ehefrauen annahmen, diese geistreich ausfüllten und als Witwen tatkräftig die ihnen gestellten Aufgaben anpackten. 
Frau Dr. von Hauff berichtete über Bonhoeffers Großmutter, seine Mutter und seine 4 Schwestern.
Weiter über die Zeit bis zu Bonhoeffers Hinrichtung und über seine Verlobte Maria von Wedemeyer und deren Werdegang.
Sie sagte, gewiss suchte Maria in ihrer ersten großen Liebe einen mit ihrem Vater und Bruder vergleichbaren Mann. Vor allem aber suchte sie einen Menschen, der sie liebte. Bonhoeffer suchte eine gebildete Frau. Zugleich suchte er eine Partnerin, die seinem Ideal entsprach. Ob dieser sehr unterschiedlichen Vorstellungen ist es fraglich, ob die Liebe der beiden der Wirklichkeit standgehalten und ihre Ehe eine reale Chance gehabt hätte. 
Dietrich Bonhoeffer wurde am 09. April 1945 hingerichtet.
Die Referentin fasste zum Schluss zusammen: Ihr scheint, Emmi Bonhoeffer, am Anfang erwähnt, drückt mit der Bezeichnung „die Komplementärgaben der Frau ergänzen die Gaben des Mannes“ genau das aus, was dem „Frauen- und Männerbild“ Bonhoeffers entsprach. Mann und Frau werden darin „ein Fleisch“, dass sie einander ergänzen, ohne dass einer die je eigene Rolle des anderen beansprucht.
Die Anwesenden waren von den Ausführungen von Frau Dr. A. von Hauff sehr angetan und viele bedankten sich bei dem Team vom Ökumenischen Frauenfrühstück für die tolle Organisation und das phantastische Buffet.
Das nächste Ökumenische Frauenfrühstück findet am 21. November 2026 im evangelischen Gemeindehaus statt. Frau Pfarrerin Henriette Freidhof hält einen Vortrag über das Thema „Freundschaft“.
S. Kraft



Bericht vom 22.11.2025:

Mama mia – Von Töchtern, Müttern und Schwiegermüttern
Der große Saal im evangelischen Gemeindehaus war am 22. November von erwartungsvollen Frauen gefüllt. Sie waren gekommen, um der Referentin Anne Hettinger zuzuhören, gemütlich zu frühstücken, sich gut zu unterhalten oder einfach, um sich selbst ein besonderes Erlebnis zu gönnen. Das reich gedeckte Frühstücksbuffet wurde im Kirchenraum aufgebaut und die Teilnehmerinnen bekamen die Gelegenheit, sich die neu renovierte Kirche näher anzuschauen. „Es war so schön Schlange zu stehen“, meinte eine Frau. Das Thema der Veranstaltung hatte viele angesprochen, und die Referentin schien für jede Frau eine Botschaft zu haben.
„Mama mia“ – allein dieser Ausdruck verrät, dass das Thema Beziehungen zwischen Töchtern, Müttern und Schwiegermüttern nicht immer einfach ist. Jede Frau ist Tochter, viele gleichzeitig Mutter und manche zusätzlich auch Schwiegermutter. Drei Rollen, die wunderschön sein können – und doch voller Erwartungen, Herausforderungen und manchmal unsichtbarer Fäden, die im Hintergrund ziehen.
 
Von außen wirken manche Beziehungen harmonisch und liebevoll, doch wie bei einem Strickpulli zeigt erst die Innenseite, wie viele Fäden wirklich verlaufen, erklärte die Referentin. Hinter einer scheinbar ungetrübten Mutter-Tochter-Beziehung können Abhängigkeiten, unausgesprochene Erwartungen oder alte Verletzungen liegen.
Anne Hettinger ermunterte die Frauen, sich am Tisch über die Frage zu unterhalten: „Wie würde eine ideale Mutter-Tochter-Beziehung aussehen?“ Die Referentin fasste anschließend zusammen, was die Meisten sich wünschen: Eine Beziehung voller Akzeptanz, Wertschätzung, gegenseitigem Interesse und Freiheit in der Beziehung. Doch nicht jede Mutter konnte geben, was wir uns gewünscht hätten. Oft hat sie es so gut gemacht, wie sie konnte, vermutete die Referentin.
In diesen inneren Mangel hinein spricht die Bibel tröstlich: „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.“ Gott wird darin nicht nur als Vater beschrieben, erklärte Anne Hettinger, sondern an manchen Stellen auch mit einer Mutter verglichen – einer, die tröstet, versorgt und liebt. Wo wir verletzt oder unvollkommen versorgt wurden, möchte Gott füllen, heilen und erneuern.
Besonders spannend wird es, wenn aus einer Tochter irgendwann eine Schwiegertochter oder später eine Schwiegermutter wird. Anne Hettinger berichtete von einer Umfrage die zeigt:  Etwa 10% beschreiben ihr Verhältnis zur Schwiegermutter als sehr positiv, 30% als gut, und 60 % es als angespannt oder schwierig. Einmischung, Kritik oder unterschwellige Konkurrenz spielen dabei oft eine Rolle.
Laut Anne Hettinger hat jede Schwiegermutter eine Wahl: Sehe ich in der Partnerin meines Sohnes eine Rivalin oder eine Tochter, die ich dazugewonnen habe? Selbst wenn sie anders ist, als ich es mir gewünscht hätte: Mein Sohn hat sich für sie entschieden. Also möchte ich sie akzeptieren, einfach so wie sie ist, schlug die Referentin vor.
Die Referentin fasste zusammen: Beziehungen sind schön, aber auch manchmal ganz schön anstrengend. Anne Hettinger machte den Zuhörerinnen Mut, alles im Gespräch mit Gott zu bereden. Denn da, wo wir an unsere Grenzen kommen, ist unser Vater im Himmel noch lange nicht am Ende.
K.Maier

Bericht vom Ökumenisches Frauenfrühstück am 15.03.25:

„Ist das nur wirr oder ist das schon irre?“ Mit dieser Frage fing die Referentin Ute Dumke ihren Vortrag zum Thema „ Hoffnung als Wegweiser: zuversichtlich leben“ an. Als das Vorbereitungsteam Ende letzten Jahres das Thema zusammen mit der Referentin festlegte, ahnte niemand, wie turbulent die Welt noch werden würde. Gerade jetzt ist die Hoffnung wichtiger denn je.
Welchen Einfluss nehmen die Umstände auf uns? Die Referentin zog eine Taschenlampe hervor und demonstrierte eindrucksvoll, wie wir unsere Aufmerksamkeit gezielt lenken können, genau wie den Lichtkegel der Lampe. Die Frage, worauf wir unseren inneren Fokus richten, beeinflusse unser Empfinden und unsere Haltung zum Leben.
Ute Dumke ist als Gemeindediakonin der evangelischen Kirche in Sandhausen bekannt, aber vor zwei Jahren trat sie in den Ruhestand. Als gläubige Christin bleibt ihre Überzeugung: Der christliche Glaube und die Auferstehung Jesu geben eine tiefe, begründete Hoffnung.
Die Teilnehmerinnen wurden eingeladen, sich darüber auszutauschen, was für sie in dieser Woche ein Hoffnungsschimmer war. Die Gespräche an den Tischen waren lebhaft und bereichernd.
 
Rund 80 Frauen nahmen an diesem besonderen Vormittag teil und genossen nicht nur den inspirierenden Vortrag, sondern auch das liebevoll vorbereitete Frühstücksbuffet.